KISS - Double Platinum

Cover KISS - Double Platinum
Casablanca 6641 907

Album

Jahr:1978
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Charts

Weltweit:
nz  Peak: 19 / Wochen: 5

Tracks

02.04.1978
LP Casablanca 6641 907 (UMG) [us]
02.04.1978
LP Casablanca NBLP 7100-2 (UMG) [us]
1997
CD Mercury 532 383-2 (PolyGram) [us] / EAN 0731453238329
Details anzeigenAlles anhören
LP 1:
1.Strutter '78
  3:41
2.Do You Love Me?
  3:33
3.Hard Luck Woman
  3:24
4.Calling Dr. Love
  3:20
5.Let Me Go, Rock 'N' Roll
  2:15
6.Love Gun
  3:27
7.God Of Thunder
  4:30
8.Firehouse
  3:20
9.Hotter Than Hell
  3:30
10.I Want You
  3:02
LP 2:
1.Kiss - Rock Botton (Intro
2.Deuce
  3:02
3.100'000 Years
  3:24
4.Detroit Rock City
  4:26
5.She
  4:36
6.Rock And Roll All Nite
  2:45
7.Beth
  2:45
8.Makin' Love
3:12
9.C'mon And Love Me
  2:54
10.Cold Gin
4:31
11.Black Diamond
  4:14
   

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Singles - Austria Top 40
TitelEintrittPeakWochen
I Was Made For Lovin' You15.08.1979618
Shandi15.09.19801010
God Gave Rock & Roll To You II19.04.19921611
 
Alben - Austria Top 40
TitelEintrittPeakWochen
Dynasty15.08.19791314
Unmasked15.07.1980316
Music From The Elder15.12.1981126
Killers01.08.1982146
Lick It Up01.12.1983132
Animalize01.11.1984142
Revenge31.05.19921415
Alive III13.06.1993316
MTV Unplugged31.03.1996167
You Wanted The Best, You Got The Best21.07.1996353
Greatest Kiss01.12.1996408
Carnival Of Souls - The Final Sessions23.11.1997371
Psycho Circus04.10.1998255
Alive IV - Symphony17.08.2003394
Sonic Boom16.10.200965
Monster19.10.201265
Rocks Vegas Nevada09.09.2016551
 

Reviews

Durchschnittliche Bewertung: 4.43 (Reviews: 7)
14.10.2005 12:28
Voyager2
Member
****
Wenn von Hard- und Heavyrock der 70er Jahre die Rede ist, kommt man an Kiss nicht vorbei, auch wenn die Gruppe zur Entwicklung innerhalb der Rockmusik so gut wie gar nichts beigetragen hat. Sie bedienten sich statt dessen hemmungslos gängiger Klischees der Hard- und Heavymusik und klangen eigentlich wie eine Gruppe unter vielen. Dabei stand bei Kiss weniger musikalisches Können als vielmehr die Optik im Mittelpunkt (wobei man anmerken muß, daß die Jungs von Kiss ganz ausgezeichnete Musiker waren, die ihr Handwerk verstanden!). Mit grellen Horrormasken und einer aufpeitschenden Bühnenshow gespickt mit vielen Geschmacklosigkeiten (Feuerspeiende Gitarren, blutüberströmte Gesichter etc.) genossen sie die Sympathien ihrer Fans. Dabei war das Konzept einer Horrorshow nicht neu. Bereits in den frühen 60er Jahre schockierte der britische Rockmusiker Screaming Lord Sutch das Publikum damit, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Anfang der 70er Jahre griff die amerikanische Rockgruppe Alice Cooper dieses Konzept auf. In wilden und hart am Rande der Geschmacklosigkeit gipfelnden Shows wurden sie schnell zu einer der führenden Band des Glamrocks. Mit Stücken wie „I’m 18“, „School’s out“, „Elected“, „No More Mr. Nice Guy“, „Hello! Hooray!“ und „Billion Dollar Babies“ gelang der Gruppe rund um ihren Sänger Vincent Furnier jede Menge Tophits. Dabei muß man bemerken, daß Alice Cooper wirklich gute Rockmusik machte und mit teilweise grandiosen Alben glänzte.
Es war nur eine Frage der Zeit, wann eine weitere Gruppe mit diesem Konzept Erfolg haben würde. Gegründet wurden Kiss 1973 in New York von Ace Frehley (Gitarre/Gesang), Paul Stanley (Gitarre/Gesang), Gene Simmons (Baß/Gesang) und Peter Criss. Das noch junge Label Casablanca witterte das große Geschäft und nahm die junge Band unter Vertrag. Eine gute Entscheidung des Management, denn gleich die erste LP „Kiss“ und die Single „Kissin‘ Time“ machte die Gruppe in den USA bekannt. Besonders bei einem jugendlichen Publikum kam das grelle Make-up der Schockrocker gut an. Schnell wurde man auch in Europa auf Kiss aufmerksam. Auch wenn sie hier zunächst keine Hits landen konnten und sich ihre Alben nur mäßig verkauften, so gehörten sie mit ihren Konzerten zu den gefragtesten Rockgruppen jener Zeit. Den Jugendlichen störte es herzlich wenig, daß Kiss von den Kritikern für ihre recht simple und Musik meist nur Hohn und Spott erntete. In den USA wuchs ihre Fangemeinde mit jedem neuen Album: „Hotter Than hell“ (1974), „Dressed To Kill“ (1975), „Alive“ (1975) und „Destroyer“ (1976) wurden jeweils mit Gold ausgezeichnet. Mit „Kissin‘ Time“ (1974) und „Rock And Roll All Nights“ (1975) landete die Gruppe ihre ersten beiden bescheidenen Hits, bevor ihnen Ende 1975 die Liveversion von „Rock And Roll All Night“ den ersten Top 20 bescherte und sie im Herbst 1976 mit „Beth“ den ersten Top 10 feiern konnte. Weitere Hits in den USA waren 1977 „Hard Luck Woman“, „Calling Dr. Love“, „Christine Sixteen“ und „Love Gun“, sowie 1978 mit der Liveversion von „Shout It Out Loud“.
Darüber hinaus war Kiss eine recht fleißige Gruppe, erschienen zwischen 1974 und 1977 immerhin 8 Alben (6 Studio- und 2 Livealben). So war es nur ein Frage der Zeit, wann der Sampler von Kiss erscheinen würde. Dieser hieß „Double Platinum“ und erschien 1978. Auf 4 LP-Seiten präsentiert „Double Platinum“ neben den Hits „Rock And Roll All Nights“, „Beth“, „Hard Luck Woman“, „Calling Dr. Love“ und „Love Gun“ einen Querschnitt durch ihr bisheriges Schaffen. Unter den Stücken ist kein Ausfall dabei, allerdings wissen neben den Singlehits „Beth“, „Hard Luck Woman“ und „Love Gun“ lediglich die mächtig abgehenden Rocker „God Of Thunder“ und „Strutter“ zu überzeugen. Der Rest ist eher biedere Hausmannskost, allerdings gut gespielt und sehr sauber produziert. Wenn man in den frühen 70er Jahren Hard- und Heavyrock durch Gruppen wie Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, Grand Funk Railroad, Uriah Heep, UFO, Status Quo, Thin Lizzy oder Alice Cooper kennen- und schätzengelernt hat, wird man bei der doch recht simpel gestrickten Musik von Kiss dankend ablehnen. Auch mit den Heavy-Metal-Gruppen der zweiten Generation wie Judas Priest, AC/DC, Iron Maiden, Saxon und Scorpions kann Kiss nicht ansatzweise mithalten. Überhaupt muß man einmal feststellen, daß wenn Ace Frehley, Paul Stanley, Gene Simmons und Peter Criss ohne ihr Make-up aufgetreten wären, die Gruppe kaum einer zur Kenntnis genommen hätte.
Man kann Kiss allerdings zugute halten, daß sie eine enorm gute Livegruppe waren und das bei ihnen im Gegensatz zu den meisten Gruppen ihrer Richtung auch stets eine Portion Humor im Spiel war. Vieles von ihnen wirkt fast augenzwinkernd, wie eine Parodie. Bei vielen Stücken merkt man einfach den Spaß, der dahintersteckte. Betrachtet man Kiss aus dem Blickwinkel des Rockkabaretts, dann war das schon eine gelungene Sache.
Wenn man sich „Double Platinum“ anschafft, ist man bestens bedient und braucht sich ihre Werke der Jahre 1974-1977 nicht anschaffen.
Zuletzt editiert: 16.05.2008 16:19
12.09.2006 20:10
remember
Member
******
wie schon erwähnt, die erste "best of" KISS mit einer "neuen" #: strutter im neuen (unnötigen) gewand - pflicht für fans - 1 million mal verkauft.
12.01.2007 13:16
southpaw
Member
*****
Mehr als akzeptabel, weniger als genial.
14.02.2007 22:19
Werner
Member
*****
Ich gebe es gerne zu: VOR dieser 'Best Of' kannte ich von Kiss genau einen Song. Also versuchte Coco (die ja mit Kiss 'gross' geworden ist) mit dieser Scheibe, mir (der ja zur Zeit dieser Best Of noch beinahe die Windeln füllte) die Band etwas näher zu bringen.
Und es ist ihr gelungen! Bei einigen wenigen Songs glaubte mein Kleinhirn sogar, diese auch schon mal gehört zu haben. Jedenfalls eine Scheibe, die Lust darauf macht, auch die späteren Jahre der Band noch kennen zu lernen.
13.05.2007 21:16
toolshed
Member
***
Querschnitt eines Teils ihrer Karriere.
Zuletzt editiert: 30.08.2007 01:09

SoC_Girl
Member
*****
Ich schwanke durchweg zwischen 4en und 5en, weshalb ich mir nicht sicher bin, welche Note ich hierfür vergeben sollte. Im Zweifel der grandiosen Lieder "Strutter 78"; "Detroit Rock City"; "Rock and Roll All Nite" und "Beth" runde ich auf

mathias_trebgast
Member
***
Kiss machten lauten Klamaukrock, getarnt im Gruselmäntelchen. Diese Best-of (damals Doppel-LP) erschien vor ihrem bahnbrechenden "I was made for loving you". Heute ist das Ganze auf einer CD untergebracht, und die zeigt schon das ganze Dilemma von Kiss: Bei all dem Riesenbrimborium um ihre Äußerlichkeiten und Auftritte war ihr musikalischer Horizont eher begrenzt, denn die CD ist zum einmaligen Durchhören eigentlich schon zu lang. Lediglich das melodiöse "Hard Luck Woman" bleibt in diesem eher auf pubertierendes Publikum hingetrimmten Rock-Einheitsbrei hängen.
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